Effizienzhäuser
Das Effizienzhaus beschreibt einen energetischen Standard in Relation zur EnEV mit denWerten des Primärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlustes. Die Zahlen hinterder Bezeichnung Effizienzhaus sind jeweils als Prozent-Zahlen zu verstehen. Dabei ist dasEnEV Niveau die Basis mit 100%.
Beispielsweise darf der Primärenergiebedarf bei einem KfW-Effizienzhaus 70 nurbei maximal 70% des nach EnEV bei einem Neubau zulässigen Wertes liegen. DieAnforderung an den Transmissionswärmeverlust ist jeweils um 15% weniger streng, sodass dieser bei einem Effizienzhaus 70 bei höchstens 85% des nach EnEV bei einemNeubau zulässigen Wertes liegen dürfte.
Förderprogramme stehen auf Bundes- und Landesebene in Form von zinsgünstigenKrediten, Tilgungszuschüssen oder nicht rückzahlbaren Investitionszuschüssen zurVerfügung. Technische Anforderungen z.B. An Heizung und Lüftungsanlagen sind in denProgrammen detailliert formuliert.
Ab 2012 kommt die neue EnEV 2012 und damit verbunden neue KfW-Richtlinien
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Förderprogramm |
KfW Energieeffizient Sanieren |
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KfW Energieeffizient Bauen |
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KfW Effizienzhaus |
115 |
100 |
85 |
70 |
55 |
40 |
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Qp |
115 % |
100 % |
85 % |
70 % |
55 % |
40 % |
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H´T |
130 % |
115 % |
100 % |
85 % |
70 % |
55 % |
Bezugsgrößen: Qp und H´T (im Prozentualen Vergleich zur EnEV)
Passivhaus
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das mit einem Minimum an Heizenergie auskommt und trotzdem seinen Bewohnern im Sommer wie im Winter eine angenehme Wohnraumtemperatur bietet. Diese Häuser werden „passiv“ genannt, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus passiven Quellen gedeckt wird wie Sonneneinstrahlung, Abwärme von Personen und technischen Geräten, sowie Qualität der Gebäudehülle.
„Wärmeverluste vermeiden“ lautet deshalb das oberste Gebot für Bauherren von Passivhäusern. Dies wird erreicht durch eine sehr gute Wärmedämmung aller Umfassungsflächen. Vor allem muss darauf geachtet werden, dass keine Wärmebrücken und Undichtigkeiten entstehen, durch die Wärme unkontrolliert entweichen kann.
Diese extrem hohe Dichtheit führt dazu, dass eine Lüftungsanlage im Passivhaus unerlässlich ist. Dabei handelt es sich um eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung aus der Abluft.
Die Baukosten für ein Passivhaus sind mit ca. 10% Mehrkosten zu veranschlagen – dafür wird kräftig an den Energiekosten gespart. Der Heizenergiebedarf eines Passivhauses ist so gering, dass ein konventionelles Heizsystem entfallen kann.
Unterstützt wird der Bau eines Passivhauses auf Bundesebene von der KfW wie das Effizienzhaus 55 mit einem Kredit. Bei der WK sind auf Landesebene Zuschüsse erhältlich. Ab 01/2012 wird auch das KfW-Effizienzhaus 40 (Passivhaus) gefördert.
Bezugsgrößen: Qh (≤15 kWh/m2a); Qp (≤40 kWh/m2a)
Liter- Häuser
Es wird mit 1-, 3-, 5- und 7-Liter-Häusern geworben. Ein 3-Liter-Haus besagt, dass zur Beheizung jährlich nicht mehr als 3 Liter Heizöl pro m2 Gebäudenutzfläche im Jahr benötigt werden, was einem Endenergiebedarf von 30 kWh/m2a entspricht.
Die exakte Bestimmung des Energiebedarfs unterliegt bei Liter-Häusern keiner allgemein verbindlichen Norm und ist daher eher ein Richtwert. Die hier verwendete Bezugsgröße QE für den Endenergiebedarf ist für Förderprogramme nicht relevant. Es ist aber durchaus möglich, dass z.B. ein 3-Liter-Haus gleichzeitig ein Effizienzhaus oder Passivhaus ist.
Bezugsgröße QE (in kWh/m2a)
Plus- Energie- Häuser
Sie erzeugen im Jahresdurchschnitt mehr Energie als sie verbrauchen. Es kann sich jedoch durch jahreszeitliche Schwankungen bei der Energiegewinnung insbesondere im Winter nicht zu jeder Zeit selbst versorgen. Ein Plus-Energie-Haus ist nicht automatisch ein Passivhaus, weil nur die Bilanz ausschlaggebend ist. Ob hier also eine Fördermöglichkeit besteht, entscheidet sich danach, ob der Standard eines Effizienz- oder Passivhauses erreicht wird.
Die Weiterentwicklung des normalen Plus-Energie-Hauses ist das autarke Plus-Energie-Haus, das sich zu jeder Zeit selbst versorgen kann. Aufgrund des enormen technischen Aufwandes gib es von diesem Haustyp zurzeit nur wenige Modellprojekte.
Bezugsgröße: Energiebilanz des Gebäudes


